KUNST im blauen haus



Grita Götze - Vase


Moritz Götze - Winkelmann Bilderbogen


Grita Götze - Vase


Moritz Götze - Madonna


Grita Götze - Vase


Moritz Götze - Verliebt

  Sonntag, 13. Oktober 2019 - 14.00 bis Sonntag, 10. November 2019

Wunderkammer Götze

Am Sonntag, den 13. Oktober 2019 findet ab 14.00 die Vernissage der Ausstellung "Wunderkammer Götze" statt. Das Künstlerehepaar Grita und Moritz Götze aus Halle an der Saale, selbst ein Wunder an Kreativität, Schaffensfreude und scheinbar spielerischer ästhetischer Treffsicherheit, wird die Galerie im Turm des Schlosses Adelsberg in eine Wunderkammer verwandeln.

Da sind zunächst die Arbeiten Grita Götzes, die unter anderem grossformatige Deckelvasen ausstellen wird. Die von ihr gefundene Form ist in sich schon ein perfektes Kunstwerk. Die in Bürgel ausgebildete Keramikerin studierte an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein bei Gertraud Möhwald und Heidi Manthey. Sie hat ihren gestalterischen Weg konsequent und unbeeinflusst von Moden und Dogmen über viele Jahre entwickelt und folgerichtig beschritten. Nun sind einzigartige Bildgeschichten entstanden, die je und je in sich geschlossen und konsequent Themen und Motive aus Natur und Kunst auf die Objekte bringen. Da gibt es Frauenbilder, die an Jugendstil erinnern, aber in einer modernen und stimmigen eigenen Farbigkeit, Grazie und Bewegung. Schnecken und Schmetterlinge zieren die Vase als gekonnt gesetzte Ornamente. Oder es gibt einen Blumenteppich - eine Struktur wie gewebt, so dass die Betrachterin verblüfft den Widerspruch zwischen Glätte der Glasur und grafischer Gestalt mit Auge und Finger zu lösen versucht wird (in Halle zu sehen - und auf Vereinbarung...).

Ihr Mann Moritz Götze ist ebenfalls nicht farbenscheu. Der gelernte Möbeltischler arbeitet seit 1986 als Maler und Grafiker. Er unterrichtete unter anderem Sérigrafie an der Hochschule Burg Giebichenstein und war als Gastprofessor für dieses Fach an die École Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris tätig. Auch er spielt mit Zitaten - wie etwa beim Winkelmann Bilderbogen. Die Arbeit ist eine seiner Emaillen: wir kennen (zumindest die älteren unter uns) die Bilderbögen noch, farbenprächtige Drucke auf dickem Papier, auf denen, durch Stege verbunden, markante Gestalten und Objekte thematisch gruppiert den kleinen Sammlerinnen und Sammlern dargeboten wurden. Moritz Götze ist so ein Sammler und er verbindet in seinen Arbeiten das Zitat aus der Kunstgeschichte, den Artefakt, das Kuriosum, das wunderliche Bild aus der Vergangenheit, kurz Bilder und Dinge, die in uns nachklingen, gern mit einer heutigen Sicht, heutigen Objekten oder Gestaltungsformen. So harmonieren und dialogisieren nicht selten klassische Motive mit pop-artigen Figuren in seinem Werk. Götze geht den Dingen mit dem Blick des musealen Sammlers, des Historikers und zugleich reflektierend und neu interpretierend auf den Grund.

Dass die beiden vielfach ausgezeichneten Künstler zusammen ausstellen ist ein Glücksfall. Wir können uns an einem Zweiklang erfreuen, in dem beide Töne ihre Eigenart (in Material und Form) zum Vorschein bringen, während zugleich auch die wechselseitige Inspiration, ein künstlerischer Dialog spürbar wird. Eben eine Wunderkammer Götze.

Den musikalischen Rahmen der Vernissage, bei der das Künstlerpaar anwesend sein wird, gestaltet der renomierte Wehrheimer Saxophonist Christian Schröder. Er wird als Soloist bekannte und weniger bekannte Jazz Standards spielen.

Ort: KUNST im blauen haus, Adolphsbühlstr. 59, 97737 Gemünden Adelsberg
Zeit: Sonntag, 13. Oktober 2019 14.00 (Konzert und Ansprache)



  KUNST im blauen haus · Adolphsbühlstraße 57, 97737 Gemünden · Telefon: 09351-6057193
Öffnungszeiten / opening hours: April bis/to Oktober - Samstags/Staturday 16:00 bis / to 21:30 Sonntags/Sunday 14:00 - 19:00
und nach Vereinbarung /and on appointment